Galerie Kunsthaus Raskolnikow
Galerie Kunsthaus Raskolnikow
Galerie Kunsthaus Raskolnikow
Ausstellung: „Miniaturen“, Rainer Hempel und Anton Paul Kammerer Holzschnitte / Objekte / Collagen / 2019 ©Fotografien: Tomasz Lewandowski

PROGRAMM / Das Kunsthaus Raskolnikow wurde 1990 im Zuge des politischen Wandels als eine Vereinsinitiative gegründet. Zu der Gründung kam es nach der Besetzung eines maroden Hauses in Dresden-Neustadt durch junge Künstler. Heute, 30 Jahre später, ist die Galerie ein fester Bestandteil der Kulturlandschaft der sächsischen Hauptstadt. Dieses Jubiläum und gleichzeitig die neueste politische und soziale Entwicklung sind für uns eine Verpflichtung: Im vierten Jahrzehnt unseres Bestehens wollen wir neue Maßstäbe setzen. Das Schlagwort und Programm zugleich ist „die Brücke“. Unser Ziel ist es, eine einzigartige Plattform auf der Karte Dresdens zu schaffen. Basis dafür soll eine international ausgerichtete und generationenübergreifende Kunstvermittlung bilden. Das bedeutet eine Brücke zwischen Kulturen und Netzwerken, eine Brücke zwischen Ost und West, zwischen Jung und Alt. Wir wollen die politischen Grenzen zwischen den Ländern Ost- und Mitteleuropas und darüber hinaus überschreiten! Diese Grenzen – und gleichzeitig ihre Unsichtbarkeit in vielen gesellschaftlichen Fragen – werden von der Kunst so deutlich reflektiert, durchdrungen und umgangen wie in keiner anderen Form der Kommunikation. Die geografische Lage Dresdens zwischen Polen und der Tschechischen Republik prädestiniert die Elbmetropole insbesondere für die Rolle eines Bindeglieds im europäischen Dialog. Der Bau solcher Brücken scheint heute wichtiger zu sein als damals, direkt nach dem Fall der Berliner Mauer. Dieser Moment der friedensschaffenden Euphorie in einem sich einigenden Europa ist in Gefahr. Deshalb wollen wir entschlossen in die Zukunft blicken und gleichzeitig auf den Erfahrungen der Vergangenheit aufbauen. Wie der gleichnamige Dresdner Künstlerverband „die Brücke“, der zu Beginn des letzten Jahrhunderts berühmt wurde, fordern wir eine authentische und dem Zeitgeist entgegenkommende Kunst. Deshalb wollen wir als Institution diese Künstlerinnen und Künstler unterstützen, deren Werke sich mit der aktuellen gesellschaftspolitischen Situation beschäftigen, sie reflektieren und interpretieren.

DIE GALERIE IST KOMMUNIKATIONSORT / Es finden in unseren Räumen Lesungen, Vorträge, Filmveranstaltungen, Konzerte, Stipendiatenempfänge des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst u. v. m. statt. Immer im Schnittpunkt unserers Ausstellungesprogramms. Wir arbeiten seit Jahren mit verschiedenen Bildungsträgern in Form von regelmäßigen Lehrveranstaltungen gut zusammen.

DER VEREIN KUNSTHAUS RASKOLNIKOW E. V./GALERIE / Der Ursprung des Vereins liegt noch vor den gesellschaftlichen Umbrüchen des Jahres 1989 in der Besetzung eines maroden Grundstückes der Dresdner Neustadt durch junge Künstler, die damit ein Zeichen gegen den fortschreitenden Verfall setzen und gleichzeitig Räume zum Leben und Arbeiten schaffen wollten. Der später entstandene Kunstverein hat sich zum Ziel gesetzt, junge zeitgenössische Kunst der verschiedensten künstlerischen Sparten zu fördern, Arbeits – und Ausstellungsmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen und sieht sich dem internationalen Künstleraustausch verpflichtet. Dazu stehen im Haus neben dem Vereinsbüro, die Galerie des Vereins sowie Gastronomie und Pensionsräume eines privaten, dem Verein verbundenen Betreibers zur Verfügung. Der Verein arbeitet im nichtkommerziellen Bereich und versteht sich als Fördergalerie. Er finanziert sich ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und Fördermitteln der Stadt Dresden und des Freistaates Sachsen. Dem Verein gehören 12 Mitglieder an. Seit 1992 wurden in den vereinseigenen Galerieräumen sowie auch im öffentlichen Raum mit nationalen und internationalen Künstlern zahlreiche Projekte und Ausstellungen der Bereiche Malerei/Grafik, Medienkunst, Drucktechniken, Zeichnung, Raumbezogene Kunst, Installationen, Konzeptkunst, Fotografie, Maschinenkunst, Performance und Themen zur Stadtgestaltung und Architektur realisiert. Dabei spielt für den Verein die Einbeziehung des öffentlichen Raumes mit gesellschaftlichen Denk und Arbeitsansätze eine wichtige Rolle.

Iduna Böhning-Riedel
Iduna Böhning-Riedel

IDUNA BÖHNING arbeitet seit 1994 im Bereich Bildende Kunst. Als Kuratorin von Kunstprojekten im öffentlichen Raum, über die Erarbeitung und Realisierung eines funktionierenden Betreibermodells des Kunsthaus Raskolnikow bis zum Aufbau und Betreibung einer Fördergalerie hat sie umfassende Erfahrungen im Bereich Kunst und Kulturmanagment sammeln können. Mit der Übernahme des Stipendiatenprogramms zwischen dem Freistaat Sachsen und dem GCAC Columbus Ohio und den Stipendiaten der Partnerstädte Dresdens, hat sich Ihr Aufgabengebiet international ausgeweitet. Mit expliziten Ausstellungen der ehemaligen Stipendiaten und der Erarbeitung eines Kataloges hat sich das Austauschprogramm fest in die Arbeit der Galerie etabliert. Die Arbeit der Galerie unter Leitung von Iduna Böhning, wird von der Stadt Dresden und dem Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst gefördert. Für neue Impulse sind wir immer offen.

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